Was soll das? E-Learning im Museum…

Der Museumsbesuch als Blended Learning Szenario

Zum Seminarinhalt

Im Sommersemester 2014 werden wir im E-Learning Projektseminar für den Bildungsort Museum E-Learning-Formate erarbeiten. Hierbei geht es darum, für bereits erarbeitete Lerninhalte einer Museumspädagogik (Hessisches Landesmuseum Darmstadt) adäquate E-Learning-Umgebungen zu planen und umzusetzen, wobei der Fokus auf dem Einsatz von Formaten wie Onlinekurse, Blogs, interaktiver E-Books und E-Tutorien oder Smartphone-Rallyes liegen wird. Es ist ein fiktives Szenario, um den Studierenden größtmögliche Freiheit in der Konzeption zu ermöglichen.

Im Seminar möchte ich zunächst einen theoretischen Überblick von E-Learning-Beispielen aus USA und Europa geben und verdeutlichen, warum es interessant sein kann, den digitalen Medieneinsatz über die Kurzzeitpädagogik hinaus als eine Form des Blended Learning zu denken. Blended Learning bedeutet Lernen in einer Kombination aus Online- und Präsenzphase. Während der Museumsbesuch als Präsenzphase angesehen werden könnte, wäre die Vor- oder Nachbereitung als Onlinephase angelegt.

Es folgt eine praktische Einführung in verschiedene digitale Tools, die sich zur Umsetzung im Seminar eignen würden. In Kleingruppen beginnt die Projektphase. In dieser werden für vorgegebene Inhalte der Museumspädagogik (Kulturwissenschaft und Naturwissenschaft) mediendidaktische Formate konzipiert. An einem Blocktag (Samstag) am Ende des Semesters werden die verschiedenen Projektideen vorgestellt und diskutiert. Die Studierenden werden ihre Recherchen und die Projektarbeit in einem eigenem Blog (tumblr) begleiten.

Zum Seminarthema

Wenn man E-Learning als digitales Lernen mit Medien beschreibt, dann gibt es in den deutschsprachigen Museen viele gut erprobte Beispiele. Digitale Medien werden in der musealen Vermittlung von Bildung bisher unterschiedlich eingesetzt: u.a. durch multimediale Führungssysteme, computergestützte Besucherdisplays oder via Internetrepräsentation oder Social Media Formate. In den meisten der Beispiele handelt es sich um Bildungsszenarien der Kurzzeitpädagogik, da sie einen Museumsbesuch fokussieren, der innerhalb weniger Stunden wieder beendet sein wird. Wenige dienen der Vor- und Nachbereitung und geben Anschlussmöglichkeiten zur Vertiefung Zuhause. Noch sind vorrangig Beispiele aus dem englischsprachigen Raum zu finden, welche die digitale Aufbereitung von Wissen außerhalb des Museumsraums anbieten. Da in den letzten Jahren viele technischen Innovation mit etwas Verzögerung auf die deutschsprachige Bildungslandschaft trafen, ist davon auszugehen, dass auch hier E-Learning im Museum in der nächsten Zeit ein Thema werden könnte. Erste Anzeichen lassen sich bspw. in der Ankündigung des Frankfurter Städel Museums identifizieren, welches 2014 mit Onlinekurse für Erwachsene starten will, die auf den Ausstellungsbesuch vorbereiten sollen.

Zielgruppe der E-Learning Produkte

Eine klar zu definierende Zielgruppe für E-Learning im Museum sind Lehrerinnen und Lehrer. Die Lehrerfortbildung ist bislang eine klassische Vermittlungsform in Kontakt zu Lehrerinnen und Lehrern. Gutes E-Learning versteht sich allerdings nicht als Online-Variante von Informationsmaterial (z.B. als PDF), welches man zuvor auf Papier herausgegeben hatte. Es geht vielmehr darum, dass für spezifische Lehr- oder Lerneinheiten digitale Werkzeuge gewählt werden, die es Lehrerinnen und Lehrern ermöglichen, sich in Themengebiete des Museums einzuarbeiten, bzw. mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam Themenbereiche des Museum (in der Vor- oder Nachbereitung) zu erschließen.


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