Reflexion über mein Medienhandeln

Eigenes Medienhandeln

In meiner Jugend habe ich neue Medien hauptsächlich in meiner Freizeit verwendet. Videospielekonsolen und der Computer (PC) dienten dem Zeitvertreib, entweder alleine und/oder mit Freunden. Später nutzte ich dann auch die damals populären Messenger am PC, um mit Freunden zu chatten. Zu dieser Zeit musste ich noch das Internetkabel von einer Trommel abwickeln. Das Handy war noch ein tragbare Telefon und nicht gleichzeitig ein mobiler Computer. Dementsprechend habe ich dieses damals auch nur zum Telefonieren benutzt. In der Schule gab es immer wieder Wahlpflichtmöglichkeiten, die sich mit Computern (EDV) beschäftigten. Ich habe in der Mittelstufe an einem Kurs zum Umgang mit Datenbanken teilgenommen, bei welchem auch auf die Hardware des Computers eingegangen wurde. Im Unterricht wurden Neue Medien selten verwendet. Der Overheadprojektor war Standard. In der Oberstufe wurden dann häufiger Projektoren und Laptops eingesetzt, wenn es etwa um Referate ging. Die neuen Interaktiven Tafeln wurden erst angeschafft, als ich mein Abitur gerade gemacht hatte. Die Mediennutzung in der Schule war bei mir also nicht so ausgeprägt, wie sie vielleicht hätte sein können. Geschadet hat es mir nicht, ganz im Gegenteil. Durch die private Nutzung des Computers habe ich selbst den Umgang mit diesem gelernt.

Jugendliches Medienhandeln heute

Gerätebesitz JIM

Laut der JIM-Studie hatten 2013 99% der Mädchen und 94% der Jungen ein Handy. Ungefähr 90% aller Jugendlichen haben einen Internetzugang. Computer und MP3-Player sind auch ganz oben mit dabei (MPFS 2013, 8). Die Medien und Geräte an sich haben zwar immer noch den gleichen Namen wie früher bei uns, die Nutzungsmöglichkeiten und die Nutzungshäufigkeit hat aber stark zugenommen. In meiner Jugendzeit kamen gerade die ersten MP3-Player auf den Markt, der Besitz der ersten galt damals schon eher als Luxus. Heute kann man die kleinen Geräte für wenig Geld erwerben. Sie gehören zur Standardausrüstung (abgesehen davon, dass viele andere Geräte auch Musik abspielen können). Fast jeder Schüler und jede Schülerin im Bus, hat ein Smartphone. Und damit meine ich nicht das Smartphone, das vor fünf Jahren aktuell war. Nein, es sind schon die neuesten Modelle. Es hat sich offensichtlich viel verändert. Früher war man froh, wenn man das alte abgelegte Modell von Papa bekommen hat, das damals sicher nicht erst ein Jahr alt war. Übrigens freue ich mich heute immer noch über das alte Modell von Papa. Meine Sozialisation hat mich insoweit davor beschützt, immer das Neueste haben zu wollen.Die Schule muss meiner Meinung nach auf die immer mehr Raum einnehmende Mediennutzung reagieren. Neue Medien sollten nicht um ihrer selbst Willen eingesetzt werden, sondern wirklich nur dann, wenn dadurch ein Mehrwert zu erzielen ist, der sonst unerreichbar ist. Die Schülerinnen und Schüler sollten nicht vorgelebt bekommen, dass man ohne die Neuen Medien heute nichts mehr machen kann. Die Schule sollte mit Sportangeboten, Musikangeboten und praktischen Übungen (wie etwa Werken) dem digitalen Trend versuchen entgegen zu wirken, damit die jungen Menschen später noch etwas mit sich selbst anfangen können, wenn keine digitalen Medien zum Einsatz kommen.

Medialer Habitus

Mein Medialer Habitus entspricht etwa dem einer „Beschützenden Aufklärung“, wie ihn Heinz Moser beschreibt (Moser 2014, 26). Die Schule hat meiner Auffassung nach vorrangig die Aufgabe, über die möglichen Gefahren der Medien aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch, dass neue Medien nicht blind eingesetzt werden, sondern mit Verstand und Sinnhaftigkeit in den Unterricht mit einbezogen werden. Ich sehe aber nicht nur negative Seiten. Eine Power-Point-Präsentation etwa bietet erhebliche Vorteile, die kein anderes Medium aufweisen kann. Deswegen bildet sich mein Medialer Habitus, wenn auch nicht zum gleichen Teil, weiterhin auch noch aus der „Engagierten Einbettung“ (ebd.). Welchen Mehrwert Wikis oder Moodle in der Schule haben, muss die Praxis zeigen. Ich bin auf jeden Fall ermutigt worden, etwas in dieser Richtung später auszuprobieren.

Quellenverzeichnis

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