Medien im Unterricht

Einleitende Gedanken über mein eigenes Medienhandeln als Jungendliche

Ich habe als Jugendliche Medien meiner Ansicht nach kaum genutzt. Ich habe sie weder für meine schulische Ausbildung benötigt, noch hatte ich Interesse daran. Ich verbrachte meine Jugend, bis zu dem Alter von circa 15 Jahren, viel lieber in der freien Natur mit Freunden. Und ich besaß auch kein Smartphone um mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Ich verabredete mich in der Schule mit ihnen oder klingelte direkt an der Haustür. Das einzige Medium, welchem ich mich ab und an hingab, war der Fernseher. Aber dann auch nur unregelmäßig und unter der Kontrolle meiner Eltern. Natürlich besaßen meine Eltern auch einen Computer. Aber ich hatte weder großes Interesse an Computerspielen, noch begriff ich den Sinn des Internets. Für mich herrschte als Jungendliche keinerlei Notwendigkeit mich mit Medien zu beschäftigen, welche mir aber heute äußerst wichtig sind. Mein erstes richtiges Smartphone mit Internetzugang kaufte ich mir in der 12. Klasse. Meine vorherigen Handys waren eher eine Art Notfallhandy, welches ich nur benutzte, um meine Eltern zu erreichen.

Medieneinsatz in der Schule

In der weiterführenden Schule (5.-10. Klasse) kam ich nach und nach in den Kontakt mit, für den Schulalltag brauchbaren, Medien. Einige Lehrer benutzten in ihrem Unterricht den Overheadprojektor. Andere Lehrer bestanden auf eine Powerpointpräsentation. Eine andere Lehrerin brachte uns immer ihre Tageszeitung mit in den Unterricht und wir sprachen ab und an einen Artikel im Politik- und Wirtschaftsunterricht durch. In der Sekundarstufe 2 wurde ich mit Hilfe des EDV (Elektronische Daten Verarbeitung) Unterrichts weiter mit dem Computer und den verschiedenen EDV Programmen vertraut gemacht. Zudem belegte ich in der 13. Klasse ein Filmprojekt, bei welchem die Teilnehmer ihre selbstgedrehten Filme selbstständig, mit Hilfe verschiedener Computerprogramme, schneiden mussten. Gegen Ende der 13. Klasse entschloss sich die Schule dazu einige Räume mit elektronischen Tafeln auszustatten. Die Ironie des Ganzen war, dass die Lehrer diese nicht bedienen konnten und auf einer separaten Tafel ihren klassischen Unterricht auf herkömmliche Weise ohne Medieneinsatz absolvierten. Während meines Schulpraktischen-Studien-Praktikums bekam ich einen neuen Eindruck vom Medieneinsatz in Schulen. Es gab tatsächlich Lehrer, welche wunderbar mit den elektronischen Tafeln umgehen konnten. Ansonsten bestand der Unterricht größtenteils aus den herkömmlichen, konservativen und klassischen Unterrichtsmethoden (klassisches Tafelbild mit Kreide, ab und an eine Folie auf dem Overheadprojektor und auf Plakaten gestaltete Referate). Ich finde es sehr schade, dass die neuen Medien nicht öfter im Unterricht genutzt werden. Medien bieten generell Chancen den Unterricht ansprechender und aufregender zu gestalten. Ich habe mir fest vorgenommen Medien in meinen Unterricht einzubinden.

Jugendliches Medienhandeln heute (JIM Studie 2013)

Um das Medienhandeln von Jugendlichen besser einordnen zu können, bediene ich mich der JIM Studie 2013 und deren Ergebnissen.

grafik

Zunächst möchte ich mich kritisch gegenüber Studien dieser Art äußern. Was bedeutet denn die tägliche Nutzung eines Mediums. Ist beispielsweise die Nutzung von 10 Minuten schon ausreichend, um von einer Nutzung zu sprechen, welche in diese Wertung mit eingeht? Wenn ein Jugendlicher/eine Jugendliche pro Tag 10 Minuten ein Medium benutzt, aber ein anderer nur drei Mal die Woche, dafür aber jeweils zwei Stunden, ist das dann verhältnismäßig betrachtet? Wie geht die Studie damit um? Meiner Ansicht nach kommt es zu Verfälschungen und nicht eindeutigen Ergebnissen. Ich nutze deshalb die Grafik der Studie nur um eine Tendenz abzulesen und werde nicht genauer auf die einzelnen Prozentzahlen eingehen.

Die Grafik sagt meiner Meinung nach aus, dass sehr viele Jugendliche ein eigenes Handy oder Smartphone besitzen und damit ins Internet gehen können. Dies gab es zu meiner Jugend nicht. Fernsehen ist, wie es auch in meiner Jugend schon war, weiterhin stark verbreitet und beliebt. Gefolgt von MP3 und Radio. Generell ist meiner Auffassung nach festzuhalten, dass viele Jugendliche die Medien wie das Handy oder Internet häufig nebenbei verwenden. Diese Medien sind fest in den Alltag integriert und es stellt keine Besonderheit mehr dar diese zu gebrauchen.

Da Jugendliche der Grafik zufolge sehr häufig Medien gebrauchen und sehr Medien-interessiert sind, kann es doch nur positiv sein, wenn man Medien als Unterrichtsgegenstand verwendet.

Mein medialer Habitus und abschließende Worte

Meiner Ansicht nach ist mein medialer Habitus insoweit ausgeprägt, dass ich keine Probleme habe mit Medien umzugehen und mir ihrer Abhängigkeit und Risiken stets bewusst bin. Ich selbst sehe mich zudem als Typ 2 „beschützende Aufklärung“ nach Heinz Moser an. Ich finde es sinnvoll und richtig die verschiedenen Medien im Schulalltag anzusprechen und zu thematisieren. Viel wichtiger ist es jedoch die Schülerinnen und Schüler für die Gefahren und Risiken zu sensibilisieren und sie in dieser Hinsicht nach aufzuklären. Viel zu häufig gehen Jugendliche sehr leichtsinnig mit Medien um und sind sich deren Konsequenzen nicht bewusst. Ich halte es für angebracht die verschiedenen Medien aufklärend im Unterricht zu behandeln.

Quellen:

JIM 2013 http://www.mpfs.de/?id=613

Grafik der JIM-Studie: http://www.mpfs.de/index.php?id=615

Medienwelten-Podcast vom 10.2.2014: http://www.medienwelten-podcast.de/vortragheinzmoser/

http://heinzmoser.wordpress.com/tag/medialer-habitus/

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