Phänomen Youtube

Neben Google ist Youtube einer der Wichtigsten Plattformen Weltweit. Youtube, aber auch andere Stremingplattformen, spielen in der sozialen Umgebung der heutigen Jugendlichen eine sehr wichtige Rolle. Für ältere Generationen ist das meistens nicht so verständlich, wie man es in Videos, wie das von Lefloid, gut sehen/hören kann ( https://www.youtube.com/watch?v=8-qJnQvbTWA ). Der Lehrer im Beispiel von Lefloid passt sich nur der Zeit an. Er zeigt ein Youtube Video und diskutiert wahrscheinlich mit den Schülern danach darüber. Youtube, für Jugendliche was völlig normales, wird laut der Jim Studie 2013 ( http://www.mpfs.de/?id=613 ) von 74% der Jugendlichen genutzt. Der Lehrer wird aber leider, aufgrund von ignoranten und nicht zeitgemäßen Eltern verklagt, da dass Video ihrer Meinung nach nicht für den Schulunterricht geeignet war. Wie auch Lefloid sagt, wissen die Eltern eigentlich was ihre Kinder noch so auf dem Smartphone für Videos besitzen? Bestimmt weit schlimmere Sachen und Themen, als das behandelte im Unterricht. Von daher ist es gut, wenn in der Schule solche Videos angeschaut werden und darüber diskutiert wird.

Was das Freizeitverhalten angeht, hat sich seit meiner Kindheit einiges geändert. Damals gab es für mich nur die Möglichkeit mich mit Freunden telefonisch zu verabreden und unter Umständen mal mit ihnen etwas Fernsehen. Sonstigen Hytech Kram gab es damals nicht. Weder Smartphones noch Tablets etc. PC´s und das Internet waren erst langsam im kommen. Heutzutage hat sich das massiv geändert. Die Jugendlichen verabreden sich nahc meinen empfinden eigentlich nur noch über WhatsApp/Sms, es wird weniger telefoniert. Auch der Fernseher spielt nicht mehr so eine große Rolle wie in meiner Kindheit. Youtube kann man momentan als einer art Alternative zum Fernsehen sehen. Die Jugendlichen bekommt dort nicht die Meinungen der Medien präsentiert und müssen sich nicht das Standardprogramm des Senders ansehen. Dort können Jugendliche frei entscheiden was und wann sie es sehen. Egal ob auf dem Computer, Laptop, Smartphone oder Tablet, Youtube ist überall verfügbar.

Heißt, auf Youtube kann sich jeder Jugendlicher selbst verwirklichen, die Videos schauen die ihm gefallen (Zeitvertreib, Bildung etc.) und eventuell sogar eigene Videos einstellen und so mit einer breiten Maße kommunizieren. Dort können sie über ihre Erfahrungen oder auch über Probleme diskutieren. Durch die Möglichkeit zu kommentieren, können dann einige interessante Konversationen entstehen. Es gibt natürlich auch einige Hacken an der Sache. In schlimmen Fällen könnte man bei z.B. Beauty Videos gemobbt werden oder eine negative Resonanz erhalten. Dies kann einen Jugendlichen ziemlich hart treffen. Dies und einiges mehr wären natürlich die Schattenseiten solcher Plattformen. Mit YouNow kann eine solche Gefahr noch größer werden, da das Video Live ist und vorher nicht bearbeitet werden kann. So etwas geht sehr tief in die Privatsphäre ein. Noch ein Grund, warum solche Videos und Themen unbedingt in der Schule gesehen und mit einem Lehrer besprochen werden müssten. Junge Jungen oder Mädchen, die sich durch Videos selbst ausdrücken möchten, müssen die Gefahren einer solchen Community kennen. Es muss nicht schlecht sein, ich persönlich finde es in Ordnung so etwas zu machen, solange man Spaß daran hat. Doch die Jugendlichen müssen die Gefahren kennen und erkennen können, bevor sie Videos in Youtube einstellen bzw sogar „Live auf Sendung gehen“, wovon ich übrigens bisher nichts wusste.

In Youtube (oder auch Younow) kommunizieren nicht nur Menschen aus Deutschland, nicht nur aus Europa, nein aus der ganzen Welt. Egal ob aus den USA, Japan, China, Afrika usw. Daher bietet es schon in der Hinsicht eine große Vielfalt und Entdeckungs-Möglichkeiten. Jeder Jugendlicher und Jugendliche, die über ein Internet-fähiges Gerät verfügt (und teilweise haben sogar Menschen aus den Favelas in Rio Smartphones), kann sich dann über Youtube kostenlos und gefahrlos austesten. Doch nicht nur diese, auch innerhalb von Deutschland, kann es „dank“ Youtube dazu kommen, dass Jugendliche aus schwierigen sozialen Umfeldern, leichter mit anderen Jugendlichen kommunizieren können. Einfacher als es vlt. Im realen Leben der Fall ist. Doch die gleichen Gefahren die ich oben erwähnt habe, bestehen natürlich auch hier. Mobbing etc. könnte auch hier zu Problemen führen.

Doch führt dies auch zur Gemeinschaftlichkeit? Oberflächlich betrachte ja. Ein Youtuber der erfolgreich ist, wird immer mehr „Stammgucker“ gewinnen, die ihn auch unterstützen und mitwirken auf seinem Videoportal. Eine Online- Gemeinschaft entsteht, doch ist dies das Gleiche wie die Gemeinschaft die wir mit Freunden haben? Hat man dort auch dieses Starke „wir“ Gefühl? Vernachlässigt man unter Umständen das wirkliche „wir“ wegen solcher Portale, kommt es dadurch evtl. sogar dazu, dass wir weniger Zeit mit realen Freunden verbringen? Oder ist es nur unsere kleine Online-Gemeinschaft, die in der „Pufferzeit“ zwischen Schule, Hausaufgaben und Freunden besteht?

Quellen

Jim Studie 2013 – http://www.mpfs.de/index.php?id=613 (Stand: 10.02.2015)

Youtube – https://www.youtube.com/watch?v=8-qJnQvbTWA (Stand: 10.02.2015)

Autor: Vasilis Makridis (2014) im Rahmen des Seminars “E-Learning-Projekt” (Informationspädagogik) an der Technischen Universität Darmstadt.

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2 Kommentare

  1. Leider kann ich bei deinem Blogtext wenig über deine Meinung zu Youtube diskutieren, da du dich zu der Onlineplattform wenig äußerst. Mich hätte interessiert wie du zu Youtube im Unterricht stehst.
    Worauf du dich häufig beziehst, ist das Mobbing in und durch Youtube.
    Ich selber konnte auch bei Youtube-Videos beobachten, dass einige Youtuber auf Grund ihres Videos beleidigt wurden. Nach meiner subjektiven Meinung waren diese Videos auch nicht gut gewesen. Bei guten Youtube –Videos konnte ich bisher keine Ansätze für Mobbing erkennen. Meistens dominieren dabei anerkennende Kommentare oder es wird diskutiert.
    In der „realen Welt“, gerade in den Schulen, werden die Leute für schlechte Leistungen schnell kritisiert (oder auch gemobbt). Ist beispielsweise ein Schüler von seiner Stimme überzeugt und rappt auf dem Schulhof, könnte dies schnell in großes Gelächter enden, wenn die Leistung des Rappers nicht gut ist. Videos auf Youtube hochzuladen ist eine freiwillige Sache. Würde der gleiche Rapper, wie in meinem Beispiel eben, ein Song hochladen, wäre die Resonanz bestimmt nicht besser.
    Meiner Meinung nach könnten die Kommentare noch abfälliger und beleidigender werden, da im Netz durch die Anonymität schneller was geschrieben ist, als in der „realen Welt“ von Person zu Person was gesagt wurde. Und hier sehe ich das Problem. Das Onlinemobbing würde es wahrscheinlich nicht in diesem Ausmaß geben, wenn die User in Youtube, oder allgemein im Netz nicht so anonym wären.

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    1. Mir stellt sich die Frage, ob YouTube denn wirklich noch ein Phänomen ist? Okay, wenn ich mir die Definition von Phänomen im Duden ansehe, dann kann ich entnehmen, dass sich etwas beobachten lassen muss. Das lässt es sich ja ganz klar bei dieser Plattform. Wenn ich allerdings weiter einsteige, dann ist ein Phänomen doch etwas außergewöhnliches. Jetzt stellt sich also die Frage, ob YouTube denn noch außergewöhnlich ist. Ich denke, dass es das nicht mehr der Fall ist. YouTube gehört mittlerweile zum Standard, wenn es darum geht Videos im Internet zu sehen. Videos ins Netz zu stellen von Veranstaltungen oder Ereignissen. Videos von sich selber ins Netz zu stellen. Also von Phänomen kann man, denke ich, hier nicht mehr reden.
      Zum Thema Mobbing denke ich, dass die Schule dieses Thema genauso aufgreifen muss wie das Elternhaus. Du hast es ja ganz gut beschrieben, dass sich Jugendliche und junge Erwachsene oftmals nur noch über WhatsApp verabreden. Neue Medien sind nunmal Alltag in unserer Gesellschaft. Die Schule muss hier aufgreifen, dass man nicht alles posten sollte wo man denkt, dass es gut ist. Hier sei nur auf den Rapper auf dem Schulhof verwiesen. Das Problem ist doch, dass sich viele durch das Internet als s.g. „Helden“ sehen. Vermehrt sieht man in YouTube „kleine Rapper“, die es eigentlich nicht können. Über die Kommentarfunktion macht sich dann die Community lustig über jenen Rapper. Zurecht? Vielleicht ist das jetzt provokant aber manchmal denke ich bei oberpeinlichen Viedos dass die Kommentare gerade angebracht sind. Auf der einen Seite gibt es den Rapper, der sich völlig selsbtüberschätzt und auf der anderen Seite gibt es die Community, die auf solche Rapper nur wartet. Im Zuge der Anonymität ist es einfach Menschen zu Mobben, ohne das es auffällt. Hier muss die Schule und wie gesagt auch das Elternhaus ansetzten. Gefahren aufzeigen, aber auch die Vorteile. Ja, YouTube ist doch ein Phänomen! Ein Phänomen der Anonymität und auch nicht!

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